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Rotorua

Nach Weihnachten und einigen vergnüglichen Urlaubstagen zuhause, fuhren wir im neuen Jahr auf der Nordinsel weiter nach Norden - nach Rotorua, dem Urlaubsziel
schlechthin. Das Besondere an Rotorua ist nicht die Stadt selbst, sondern ihre
besondere Lage in einem thermalen Gebiet mit Vulkanismus und heißen Quellen.

Auf der Fahrt nach Rotorua fährt man –wie meine Gast-Mum sich ausdrückte- auf der „most boring road ever“. Zuerst dachte ich, sie übertreibt, aber als wir tatsächlich dort fuhren, war mir klar, was sie meinte: rechts und links der Straße war gar nichts. Absolut null. Nicht einmal Schafherden –und die sieht man in NZ sonst immer überall! Zu allem Überfluss regnete es auch noch, als wir da entlangfuhren und somit war die Fahrt über die „most boring road ever“ wirklich langweilig… 

Aber zum Glück ist diese Straße nicht allzu lang und wenn man auf die Desert Road kommt, wird es wieder richtig interessant. Die Desert Road ist eine Straße, die tatsächlich durch Wüste führt! Wenn man da durchfährt und nicht genau wüsste, dass man in Neuseeland ist, würde man ohne mit der Wimper zu zucken behaupten, man befinde sich in der afrikanischen Steppe! Wüstengräser und Steppenpflanzen –sogar Kakteen- wachsen entlang der Straße und vervollständigen das Bild der staubigen Wüste. Und schließlich kommt man nach Taupo.

Die Stadt liegt an einem See, dem LakeTaupo, dem größten See Neuseelands, einem Kratersee. Zwischen Taupo und Rotorua ist die Strecke wieder abwechslungsreicher, man sieht doch tatsächlich Schafherden und auch wieder Bäume und Büsche, Hügel, Felsen und kommt hin und wieder durch kleine Ortschaften.

Später, in der Nähe Rotoruas dann, ist man ganz klar in einem Gebiet mit thermalen Aktivitäten, was alles mit der Wüste gar nichts mehr zu tun hat. Man riecht es durch die geschlossenen Scheiben: es stink nach faulen Eiern – Schwefel! Alles in allem ist allein die Fahrt nach Rotorua faszinierend: man fährt durch alle Landschaften dieser Erde! Und auf den fünf Stunden Fahrt verkommt einem kaum ein Mensch –insgesamt haben wir vielleicht drei, vier Autos gesehen und eine Kuhherde, die die Straße kreuzte. „A New Zealand traffic jam!“, wie Gillian sich ausdrückte.

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