Schulsystem Neuseeland
Schulen Neuseeland - Schulsystem
Schulen in Deutschland und in Neuseeland haben zwar einige Gemeinsamkeiten, weisen an einigen Stellen aber auch große Unterschiede auf.
Mit einer Dauer von 13 Jahren ist die Schulzeit für die neuseeländischen Kinder und Jugendlichen so lang wie noch in den meisten deutschen Bundesländern vor der aktuellen Umstellung auf das Abitur nach zwölf Jahren.
Allerdings unterscheiden sich Aufbau und Einteilung der neuseeländischen Klassenstufen vom System in Deutschland. Während sich die deutsche Grundschulzeit auf vier Jahre beschränkt, werden die „Primary Schools“ in Neuseeland bereits ab dem fünften Lebensalter bis zur achten Klasse besucht.
Im Gegensatz zu den deutschen Grundschülern sind die neuseeländischen Primärschüler also älter, wenn sie auf eine weiterführende Schule wechseln, normalerweise beginnen sie mit zwölf Jahren mit der „Secondary School“.
Dort werden sie dann bis zum Ende ihrer Schulzeit in der 13. Klasse unterrichtet und noch einmal in verschiedene Altersgruppen unterteilt, von den jüngsten, den Juniors, bis zu den Seniors, die den deutschen Oberstufenschülern der Klassen 11 bis 13 entsprechen.
Deutsche Austauschschüler sind in der Regel „Seniors Students“, die meist ihr elftes Schuljahr an einer neuseeländischen High School verbringen und dort für einige Monate in die Uniform ihrer Gastschule und mit ihr in einen neuen Alltag schlüpfen.
Damit sie mit zusammen gleichaltrigen Mitschülern unterrichtet werden, werden Gastschüler in der Regel ein Jahr weiter als in ihrer deutschen Heimat eingestuft, also in die zwölfte Klasse.
Daraus können sich gelegentlich Verschiebungen im Lehrplan ergeben – während in manchen Fächern dieselben Inhalte behandelt werden wie in Deutschland, kommt es vor, dass man in anderen Kursen auch mal ein Thema behandelt, das in der deutschen Schule erst ein Jahr später im Lehrplan erscheint oder bereits unterrichtet wurde.
Das macht aber nichts, denn die Erfahrung zeigt, dass sich Austauschschüler schnell im High School-Alltag zurechtfinden und den Lernstoff gut bewältigen können. Anders als in Deutschland wird das Schuljahr in Neuseeland in vier Teile aufgeteilt und nicht in Halbjahre.
Nach jedem Viertel, einem so genannten "Term", finden zweiwöchige Schulferien statt. Jeder Term dauert rund zehn Wochen und im Sommer gibt es dann die großen Ferien, die wie in Deutschland etwa sechs freie Wochen umfassen.
Fast zwei Drittel aller neuseeländischen Schüler besuchen nach dem Ende ihrer High School-Zeit noch für einige Jahre ein College bzw. eine Universität, um das in der Schule Erlernte zu vertiefen und sich für das Berufsleben weiterzubilden.
Neben den Hauptfächern, also den Pflichtkursen aus den mathematisch-naturwissenschaftlichen, sprachlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Bereichen, ist das Wahlangebot in Neuseeland groß.
So bieten die Highschools eine Reihe zusätzlicher Kurse an, z.B. moderne Sprachen, Informatik und Technologie, Kunst, Musik, Theater, zahlreiche Arbeitsgemeinschaften, beispielsweise für Fotografie und Schach.
Nicht zuletzt wird auch der Sport großgeschrieben, die Möglichkeiten reichen von Leichtathletik über Fußball, Cricket, Basketball, Gymnastik bis hin zu Laufsport, Rugby und Wassersportarten.

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